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auf den Tastsinn reduziert ist, auf Punktsinne, die über den Körper verteilt sind. Die Tätigkeit dieses zarten, schleimig–wässerigen Tieres ist die Bearbeitung des Bodens. Er ist Plastiker des festen Erdigen. Er lebt im Erdendunkel, presst sich auf Nahrungssuche nach abgestorbenen Pflanzenresten durch den lockeren Oberboden und frisst sich in die Tiefen des dichten mineralischen Unterbodens, seine senkrechten Röhren bildend, die ihm gleichsam als Außenskelett dienen und ihm zur vertikalen Aufrechte in seinen Bewegungen auf- und abwärts verhelfen. Seinen mineraldurchsetzten Kot trägt er entgegen der Schwere nach oben an die Erdoberfläche (bis 100 t/ha/ Jahr) und verjüngt so den Boden von Jahr zu Jahr. Er fördert aktiv die Bodenatmung, indem er, gleich einer Pumpe im Hinuntergleiten durch seine Röhren, sauerstoffreiche Außenluft nach sich zieht und im Hinaufgleiten CO2-angereicherte Bodenluft herausstößt. Seine Nahrung ist abgestorbene, bakteriell in Zersetzung begriffene organische Substanz, die er zusammen mit Ton, Schluff und Feinsand in sein Inneres aufnimmt. Nach außen sondert er Schleim ab, nach innen «durchsinnt» seine Seelenorganisation den aufgenommenen Nahrungsstrom und lenkt ein Heer von bakteriellen Symbionten, die die Nahrung aufschließen, und leitet, in Verbindung mit den mineralischen Tonbestandteilen der Nahrung, die Dauerhumusbildung ein, die Bildung der krümelstabilen Ton-Humuskomplexe.