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Die Vogelnatur wölbt sich wie eine Glocke über die Hof- und Dorfflur. Der Bezugspunkt zur Erde hin ist das Nest. Von diesem weitet sie sich hinaus in den Erd- und Luftumkreis und lebt sich seelisch in dem jeweiligen Revier aus. Innerhalb von dessen Grenzen sucht der Vogel seine Nahrung und findet dasjenige, was ihn anregt, sein Seelensein im Flug oder im Geäst der Bäume und Hecken in die Umgebung ausströmen zu lassen: Sei es wie der Bussard, der, in den Höhen kreisend, sich von Sonnenlicht und -wärme durchtränken lässt und im Betrachter, mit diesem Bild des irdischen Entrücktseins, die Empfindung erhabener Ruhe erweckt, gleich jener des Ruhens in den eigenen Gedanken. Oder sei es die Nachtigall, die in der Abenddämmerung an den Grenzen ihres Reviers ihr Lied ertönen lässt, oder die Lerche, die in den Morgenstunden plötzlich mit jubelndem Trällern unsichtbar am heiteren Himmel das Gemüt derjenigen höher stimmt, die zur Erde gebeugt Unkraut jäten.