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Das sinnesaktive Kopfwesen des Vogels überwältigt gleichsam seine Stoffwechsel-Gliedmaßen-Funktion. Der Vogel verschlingt die Nahrung, fast ebenso schnell, wie er sie verdaut, und scheidet sie in weitgehend mineralisierter Form aus. Seine physiologischen Stoffwechselfunktionen treten stark zurück und verlagern sich in die vom Nerven-Sinnes-System beherrschten Bewegungsabläufe. Deren Ergänzung zu dieser Einseitigkeit ist übersinnlicher Natur und lebt seelisch wirksam als Elementarwesen der Luft, seit alters Sylphe genannt.[1] Dessen Sein ist an die Vogelwelt gebunden. Ein solches Elementarwesen folgt dem dahinfliegenden Vogel in den Luftwirbeln, die er hinter sich erzeugt. In dieser Gemeinsamkeit ist jeder Vogelflug ein Quell der Beseelung des Luftumkreises. Man verfolge nur einmal längere Zeit die großzügigen und eleganten Schwungfiguren der dahinschießenden Schwalben oder Mauersegler. Wie der Regenwurm das Feste der Erde, der Fisch das Wasser, so plastizieren die Vögel mit den Kräften ihres Seelenwesens das Element der Luft.

  1. Ebd., Vortrag vom 3. November 1923.