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Wie alle Tiere haben auch die Haustiere kein inkarniertes Ich, das ihnen, wie dem Menschen, ein Selbstbewusstsein und damit die Macht zur Selbstbestimmung verleiht. Die Tiere stehen unter der Führung von Gruppenseelen.[1] Von diesen sind die Einzeltiere «Abschnürungen», die wesenhaft die Eigenschaften der Gruppenseele eingeprägt erhalten haben, zu der sie gehören und die physisch-leiblich ein Abbild der Gruppenseele sind. In der freien Wildbahn sind diese Seeleneigenschaften evolutiv als deren Verhalten in die Leibesbildung geronnen und äußern sich im Physischen als Instinkt, im Ätherisch-Lebendigen als Trieb und im Seelischen als Begierde. In der Haustierwerdung trat der Mensch einst an die Seite der im Übersinnlichen waltenden Gruppenseele der Tiere und übernahm auf Erden in einer sakralen Mensch-Tierbeziehung (die Abelströmung) die Verantwortung und Fürsorge.

  1. Rudolf Steiner: Natur- und Geistwesen – ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt, Vortrag vom 2. Februar 1908, vormittags, GA 98, Dornach 1996.