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Das Haustier flieht nicht den Menschen, es sucht vertrauensvoll seine Nähe, es öffnet sich seelisch ihm gegenüber und sucht in Erfüllung dieser Offenheit erwartungsvoll die Gegengabe der Obhut und Zuwendung. Wie tief sich die Art der Zuwendung dem Haustier einprägt, wie sehr sich menschliche Eigenheiten in ihm abfärben, zeigt die Redensart: «Wie der Herr so's Gescherr.» Diese seelische Offenheit bis hin zu einer Art individuell hingebungsvollen Verhaltens, im Vergleich zur wilden Stammform, legt dem Menschen heute eine ungeahnt große Verantwortung auf. Denn die seelenoffene Erwartung der Haustiere erfüllt sich nicht mit der bloß emotionalen Zuwendung, sondern erst, wenn diese Anlass zu einer noch so anfänglichen Wesenserkenntnis gibt. Das Haustier erwartet von der Führung durch den Menschen keine selbstbezogene, emotionale Zuwendung im Sinne einer Schoßhündchenmentalität, schon gar nicht einer seelenlosen Nutzanwendung, sondern eine Erkenntnis seiner Wesensnatur, die in Taten der Liebe dem Haustier gibt,






