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Das Hausschwein

Vergleichbar nur den Hochleistungsrassen der Hühner, wurde das Schwein durch die Methoden moderner Züchtung, Fütterung und Haltung von seiner ursprünglichen Lebensweise und der Vielfalt der Rassentypen zu uniformen Nutzungsrassen umgeformt. War es einst überwiegend ein landschaftsprägendes, von Hirten gehütetes Weidetier und dann durch Einkreuzung im 18. Jahrhundert in England von asiatischen und südeuropäischen Rassen zu höherer Wuchsleistung gebracht, im 19. Jahrhundert als veredeltes Landschwein allgemein in Stallhaltung mit Auslauf in die Bauernwirtschaften integriert, so wird es heute, beginnend in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aus dem Lebenszusammenhang des Hofganzen herausgelöst und in fabrikmäßiger Massentierhaltung produziert. Das Ziel der neueren Züchtung war und ist: weg vom Speck – hin zum Einheitshybriden, dem frühreifen Fleischschwein, dessen Schlachtreife schon zur Hälfte der Lebenszeit der Stammrassen erreicht wird. Wie in der modernen Hühnerhaltung, ist auch hier die für das Seelische des Haustierseins notwendige Beziehung Mensch-Tier sowie diejenige zur Ganzheit des Hofes und seiner Gemarkung ausgeschaltet. Fällt diese Doppelbeziehung weg, verkümmert das Schwein seelisch und die Landschaft