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Die maßvolle Abstimmung der Schweinehaltung auf die betriebseigene Futtergrundlage mit Einstreu, Auslauf und möglichst Weidegang erzeugt einen geruchsarmen gehaltvollen Dünger von eher fester Konsistenz. Wohl aus Gründen der Empfindung gegenüber der Wesensart der Schweine als Allesfresser im Vergleich zu den reinen Pflanzenfressern hat man in bäuerlicher Vergangenheit den Schweinemist als «kalten Dünger» bezeichnet, geeignet weniger für den «kalten Tonboden» als für den «warmen Sandboden». In Mischung mit den ansonsten im Betriebsorganismus anfallenden Düngern ist er eine wertvolle Ergänzung. Als Dünger trägt er stofflich kompositionell und kräftemäßig den Prägestempel der Seelennatur des Schweins. Was es im Aufwerfen der Erde an pflanzlicher und tierischer Nahrung genüsslich erschmeckt und in tiefem Wohlbehagen des Ruhens seelisch durchlebt, daran vollzieht es – wie auch die anderen Haustiere des Hofes – eine «kosmische qualitative Analyse»[1]. Das Ergebnis dieser Analyse kennzeichnet den Düngerwert. Er ist ein jeweils anderer, je nachdem ob das Futter Importware oder ob es auf dem Betrieb selbst erzeugt ist. Mit der Analyse des selbst erzeugten Futters bereitet das Schwein auf seine Weise einen Dünger zu, der den standörtlichen Bedürfnissen zur Mehrung der Bodenfruchtbarkeit entgegenkommt.

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 10. Juni 1924, Dornach 1999, S. 59.