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Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/556/de
Beide, Pferd und Esel, sind Einhufer. Sie stehen und gehen auf der Spitze der Mittelzehe bzw. des Mittelfingers. Diese stecken im Huf, einem Hornschuh, der undurchlässig für äußere Kräftestrahlungen ist, gleich wie die Klauen der Paarhufer sowie die Hörner der Wiederkäuer. So schwer die Pferde leiblich auch sind, so leicht, ja tänzerisch bewegen sie sich. An Schönheit und Eleganz sind die Bewegungen des Pferdes unübertroffen, wie denn sein Seelenwesen sich ganz in der Körpersprache rhythmischer Bewegtheit auslebt. Ob im Schritt oder einem verhaltenen Tänzeln im Trab, beides bei erhobenem Kopf, oder im zielvoll mit gestrecktem Kopf und aufgeblähten Nüstern dahinfliegenden Galopp, immer bietet es das Bild edler Kraftentfaltung und des Ebenmaßes, das sich vollends durch den Reiter zu höherer Harmonie steigert. Erst in der Einheit von Ross und Reiter offenbart es den Adel in Haltung und Charakter. Anders ist es, wenn es sich ins «Zeug», ins Geschirr legt und den Pflug oder schweren Wagen zieht, den Kopf bei jedem Schritt rhythmisch hebend und senkend, dann erweckt es das Bild der vollkommenen Hingabe seines Willenswesens an den Zuruf und die zügelführende Hand des Menschen und an den Dienst, den es selbstlos an der Erde verrichtet.






