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Schafe und weit mehr noch die Ziegen sind außerordentlich genügsam. Ihre Nahrung sind Gräser, Kräuter, Blätter und Triebe. Die Ziegen sind dabei hochanpassungsfähig an das aromatische, zellulosereiche und salzhaltige Nahrungsangebot extremer geographischer Zonen, z.B. Gebirgslagen und Halbwüsten. Die Überweidung der Letzteren führt rasch zu fortschreitender Desertifikation. Durch die vielseitigen Gaben der beiden kleinen Wiederkäuer – Wolle, Fleisch, Milch, Haar, Fell, Häute und Horn – wurden sie zu den großen Kulturbegleitern des Menschen. Sie standen in geschlossenen Herden unter der Obhut der Hirtenvölker, gleichsam als deren Existenzgrundlage, und wurden vielerorts in dörflichen Ansiedlungen zur «Kuh des kleinen Mannes». Die enge Beziehung des Schafes zu seiner Umwelt und zum Menschen führte weltweit zu einer großen Rassenvielfalt, seit dem Mittelalter in Europa zur Herausbildung der Landrassen, in der Neuzeit zur Linienzucht auf Fleisch-, Wolle- und Milchrassen. Die Züchtung zum weißen Wollschaf (Merino) geschah in Spanien. Es hat heute, vielfach unter Einkreuzung von Landrassen, weltweit die größte Verbreitung gefunden.






