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Der Beitrag des Schafes bezüglich der Durchseelung der Landschaft wird erlebbar, wenn der Hirte mit seiner Schafherde im Herbst über die Hofgemarkung und über diese hinaus durch die umliegende Kulturlandschaft zieht: Der Schäfer mit seinem Stab vorneweg einherschreitend, die Herde dicht gedrängt ihm folgend; oder er inmitten des Feldes stehend, die Schafe auf Nahrungssuche rings um ihn her. Diese Szenerie erweckt eine Stimmung tiefen Friedens, der sich über die Landschaft breitet, ein Bild vollkommener Ruhe und Bewegung zugleich. Eine solche über die Felder, von Gemarkung zu Gemarkung ziehende Schafherde, deren jede Seinsregung sich im Bewusstsein des Hirten zusammenfasst und von diesem aus gelenkt wird, stiftet Beziehungen, die die landwirtschaftlichen Einzelorganismen zu der höheren Einheit der Kulturlandschaft zusammenschließen. Gegenüber den Schafen sind die Ziegen weniger Herdentiere. Sie haben mehr «Eigensinn». Sie werden in beschränktem Umfang zur Milch- und Fleischerzeugung gehalten und leisten, teils als Ersatz für das Rind, im Kanon aller Haustiere wertvolle Dienste in der Ausformung des Seelenleibes des landwirtschaftlichen Organismus.