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Das Wiederkäuen, eine Wahrnehmung und Sichtung von Stoffen und Kräften

In der Tätigkeit des Wiederkäuens – acht bis neun Stunden pro Tag – verändert sich der Wesensausdruck der Kuh grundlegend. Ihre Stoffwechsel- und Gliedmaßen-Aktivität kommt weitgehend zur Ruhe. Alle innere und äußere Tätigkeit verlagert sich nach dem Kopfpol. Nicht nur ist die Backenmuskulatur im Zermahlen des heraufgeschluckten, auf etwa 100 Gramm dosierten, faserreichen Futterkloßes in kraftvoller, rhythmischer Tätigkeit, sondern ebenso die Zunge und die Speicheldrüsen. Ganz im Gegensatz dazu verhalten sich die Sinne. Sie kommen in der Konzentration auf den Akt des Wiederkäuens gewissermaßen zur Ruhe, zur «Besinnung». Jetzt durchsinnt die Kuh erst wirklich, was sie an lebendiger, strukturierter Substanz von außen, von diesem Acker, jener Wiese oder Weide aufgenommen hat. Gewiss, sie hat es im