Eine freie Initiative von Menschen bei mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ... |
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wohnen. Das gälte, so Rudolf Steiner, «ideal-real».[1] Dieses Anrecht sichert jedem Menschen einerseits das physisch-leibliche Dasein, andererseits verpflichtet es ihn, treuhänderisch die Verantwortung für die Pflege dieses Stückes Erde zu übernehmen. In der gewerblichen, arbeitsteiligen Welt kann der Einzelne sein Anrecht nicht realisieren. Er kann sich aber mit anderen Menschen und Gruppen von Landwirten zu einer LWG zusammenschließen, die im Idealfall einen landwirtschaftlichen Betrieb aus alten Rechtsbindungen freikauft, diesen nach den Bedürfnissen des biologisch-dynamischen Landbaus inventarisiert und die Landwirte beauftragt, die Nutzungsverpflichtungen aus den gebündelten Anrechten aller Mitglieder zu realisieren. Diesem Versuch – das privat frei verfügbare Eigentum an Grund und Boden in ein reines Nutzungsrecht zu überführen, welches der individuellen Initiative ebenso freien Spielraum gibt wie dem sozialen Gestaltungswillen vieler – setzt die herrschende Rechtsordnung, vor allem mit dem Steuerrecht, große Widerstände entgegen. Einen solchen Schritt zu wagen, erfordert Vertrauen, Risikobereitschaft, Mut und Initiativkraft sowie ein hohes Maß an Wirklichkeits- und Gemeinsinn, Tugenden, die sich dann entfalten, wenn sich ihnen ein solches Übungsfeld eröffnet. Verwandte Versuche, um Menschen wieder in ein verantwortungsvoll tätiges Verhältnis zur Erde zu bringen, eröffnen sich in der solidarischen Landwirtschaft, die in Nordamerika unter der Bezeichnung Community-Supported-Agriculture (CSA) Verbreitung gefunden hat.[2] Über eine LWG in England berichtet Tom Petherick.[3] In vielerlei Abwandlungen findet man LWGs und die Bestrebungen der solidarischen Landwirtschaft in verschiedenen Ländern Europas. Im Falle der solidarischen Landwirtschaft handelt es sich vorrangig um die soziale Gestaltung des Verhältnisses zwischen Erzeugern und Verbrauchern.
- ↑ Siehe Rudolf Steiner: Soziale Ideen, soziale Wirklichkeit, soziale Praxis, GA 337a, Studienabend vom 16. Juni 1920, Dornach 1999, S. 220f.
- ↑ Trauger Groh, Steven Mc Fadden: Farms of Tomorrow Revisited, Community Supported Farms – Farm Supported Communities, Kimberton 1997, 312 S.
- ↑ Tom Petherick: Biodynamics in Practice, Life on a Community owned Farm, Sophia Books, The Square, Forest Row 2010, 128 S.






