Eine freie Initiative von Menschen bei mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ... |
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Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/657/de
Es verlangt eine innere Anstrengung, aus der Summe der Gefühle diejenigen auszusondern, die aus überschwänglicher Sympathie oder verneinender Antipathie das Phänomen verfälschen. Das Selbstbewusstsein ist es, das hier die Wahl trifft, das Wesentliche des begriffsbestimmenden Bildinhaltes von dem Unwesentlichen zu scheiden. Das Selbstbewusstsein umschließt Gedanke und Bild umso mehr zu einer Einheit, je mehr die erkennende Seele sich in Ehrfurcht, Treue und Liebe dem Phänomen zuwendet. Es formt sich ein Urteil, in welchem das Geistige mitschwingt, das in der Wahrnehmung verborgen «west», z.B. der in Metamorphose sich darlebende Lebenszusammenhang von Ei – Raupe – Kokon – Schmetterling. Was sich in der Sinneserscheinung als geistig wirksames Prinzip verbirgt, das offenbart sich dem denkenden Bewusstsein durch eine Wissenschaft, die den Geist selbst zum Gegenstand der Wahrnehmung hat. Die Ergebnisse dieser Geistesforschung liegen in Ideenform vor. Studiert man diese, hellt sich das Geistig-Gefühlte der sinnlichen Gedankenbilder zu Geistgedanken auf, zu Ideen, die der Seelentätigkeit des Wollens moralische Wirkenskraft verleihen. Jetzt kann das Denken und Fühlen in das Wollen eintauchen und mit ihm eins werden. Jetzt erst, in solchen Sternenaugenblicken, kann wahrhaft freie Initiative entstehen. In einer Gruppe von zusammenarbeitenden Menschen entzündet sich das Feuer der Begeisterung und führt sie im Zusammenfluss des freien, individuellen Wollens zur Initiativgemeinschaft zusammen (Abbildung 10, S. 172).






