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Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/662/de
Die Pflege eines kraftvollen Fühlens bezieht sich einerseits auf das Verhältnis, das wir zu den Dingen und Wesen der Natur suchen, und andererseits zu allem, was von Mensch zu Mensch spielt. Alles dies drängt in die Ausdrucksform des Künstlerischen. Hält man beispielsweise das Denken bewusst zurück und lässt den Blick auf einem sonnendurchglühten, reifenden Getreidefeld ruhen, so sucht das Auge tastend nach etwas, was die Anschauung erst befriedigt; es sucht z.B. nach dem Himmelsblau einer Kornblume, die da oder dort aus dem Goldgrund der wogenden Getreideähren hervorleuchtet. Oder man versetzt sich in die Stimmung, wenn, wer weiß von woher, bei der Gartenarbeit ein Rotkehlchen sich in traulicher Nähe uns zugesellt. Und so ist es mit allem, was uns im Jahreslauf wesenhaft begleitet. Mit Interesse darauf hingeschaut, entstehen Stimmungen, die den Schönheitssinn wecken. Je mehr dieser wächst, wird er den Menschen nicht ruhen lassen, diesen auch in aller Arbeit, im sozialen Miteinander, in allen Festlichkeiten aufleben zu lassen.






