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Das moderne Selbstverständnis des Menschen drängt zu der Frage, wie das Fühlen über die persönlichen Belange hinaus vertieft wird, wie es, gestützt durch wirklichkeitsbezogenes Denken und geläutertes Wollen zum Wahrnehmungsorgan für das Walten des Seelisch-Geistigen in der Natur und in den Menschen werden kann. Gegenüber der Natur kann dies beispielsweise dadurch geschehen, dass man in einer Winternacht draußen auf dem Feld verweilt, über sich den hereinstrahlenden Leuchteglanz des sternübersäten Himmels, um sich unbewegt im klirrenden Frost der Luftumkreis, unter sich, in sich ruhend, die kristallinen Tiefen. In Gedankenruhe fühlt man die unendliche Erhabenheit der weitgespannten Polarität; man fühlt die Höhen und Tiefen im Herzen, wie auf einen Punkt zusammengezogen, erwärmend das Unfassbare. Unternimmt man dasselbe in einer Hochsommernacht, fühlt sich das Herz geweitet in den Umkreis. Man fühlt sich der Luft und Wärme