Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/673/de

Aus BiodynWiki

Das außerbetriebliche Wirtschaften, das sich an die landwirtschaftliche Erzeugung anschließt, hat die Deckung der Bedürfnisse der Menschen nach Nahrung zum Ziel. In beiden Fällen sind die Bedürfnisse von willensartiger, also geistiger Natur.[1] Sie zu erfassen und über den Kreislauf des Wirtschaftens zu befriedigen, ist eine Aufgabe des gestaltenden Denkens. Im Wirtschaften ist das Phänomen, an das es anknüpft, das Bedürfnis. Innerbetrieblich artikuliert sich dieses in jedem Fall aus der Ganzheit des Betriebsorganismus. Man muss, um das Bedürfnis zu befriedigen, denkend in das lebendige Beziehungsgeflecht eintauchen, denkend jede Maßnahme auf Förderung oder Hemmung gewichten und denkend das Resultat durch die Tat dem Hoforganismus einverleiben. Die Natur befriedigt durch die ihr innewohnende Weisheit ihre Bedürfnisse selbst. In der Landwirtschaft prägt der Mensch zugleich

  1. Die Bedürfnisse leben aus den Tiefen des Unbewussten des Leibes und aus den lichtvolleren Untergründen des seelisch-geistigen Erlebens auf. Sie wurzeln im Willen, in welchem der geistige Urgrund des Menschen, das Ich lebt. Im leiblichen Bedürfnis, z.B. Hunger und Durst, regt sich der Impuls, ein Ungleichgewicht in den leiblichen Organtätigkeiten auszugleichen. Das seelisch-geistige Bedürfnis strebt danach, sich aus der Bindung an die leiblichen Vorgänge zu lösen und sich frei in den Dienst ethisch-moralischer Ideale zu stellen. So ist seinem Inhalt nach das Bedürfnis ein Geistiges, sind die Mittel zu seiner Befriedigung eine Aufgabe des Wirtschaftens.