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Das landwirtschaftliche Erzeugnis wird direkt oder durch Verarbeitung zum Produkt, zur Ware, die einen durch die Bedingungen der Erzeugung bestimmten Nahrungs- bzw. Nutzungswert hat. An diesem Wert muss sich der Preis messen. Im Wirtschaftsleben ganz allgemein kann diese Bemessung nicht von dem Einzelnen, dem Verkäufer, dem Unternehmer bestimmt werden, sondern nur unter Abgleichung aller Leistungen, die alle anderen im Wirtschaftskreislauf von der Erzeugung des Produkts bis hin zum Verbrauch erbracht haben. Dieses weite Beziehungsgeflecht, aus dem die Wertschöpfung eines Produktes hervorgeht, muss gesamthaft in Gedanken erfasst und gleichzeitig durch gestaltendes Denken versucht werden, den Preis dem objektiven Wert anzunähern. Hinsichtlich der Wert- und Preisbildung liegt in der Landwirtschaft die Besonderheit der standörtlichen «Naturbegabung» vor. Wie der Mensch seine Begabung produktiv in das Wirtschaftsleben einbringt, so die Natur ihre Hervorbringungskraft (Begabung) hinsichtlich Klima, Boden, Topografie etc. Zum Beispiel ist ein steiler Südhang in warmen Gegenden für Getreidebau ungeeignet, sehr wohl aber für den Weinbau; ein tiefgründiger planebener Bördelössboden ist bei gleichem Arbeitsaufwand ungleich produktiver als ein flachgründiger, steinreicher Boden in Hanglage oder hügeligem Gelände.