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Das geistige Strebensziel

Es lebt als Motiv, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, mehr oder weniger deutlich und schicksalsgebunden in jedem Einzelnen. Wie kann dieser individuelle Beweggrund nicht nur bewusster werden, sondern darüber hinaus sich zum Strebensziel der ganzen Gemeinschaft erheben? Nicht der Einzelne und nicht die Gemeinschaft darf sich damit begnügen, das Strebensziel einmal gefasst zu haben. Es bedarf der kontinuierlichen Pflege durch das Studium der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Deren Forschungsinhalte, im wechselseitigen Gespräch bewegt, regen Gedanken und Empfindungen an, die dem gemeinsam zu beschreitenden Weg vorausleuchten. Ein wöchentlicher Studienkreis dieser Art – wenn er denn gelingt – beflügelt auf doppelte Weise: Zum einen koordiniert sich der innerbetriebliche Arbeitsfluss raum- und zeitgerecht wie von selbst, zum anderen bewegt die Gemeinschaft in einer solchen aus dem Alltag herausgehobenen Stunde Gedanken, die sich im Motivträger, im Bewusstsein also jedes Einzelnen spiegeln. Solcherart aus gemeinsamer geistiger Erkenntnisarbeit gewonnene Gedanken treten zu den täglich in der Arbeit gemachten Beobachtungen und Willenserfahrungen in Beziehung. Die beiden polaren Enden des genannten Spannungsfeldes bewegen sich aufeinander zu – oder, in glücklichen Momenten, verschmelzen partiell gar miteinander.