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Was Arbeiten in der belebten und beseelten Natur heißt, muss neu entdeckt werden. Dazu muss Anschauung und Denken sich deren besonderer Eigenart zuwenden, dem, was lebendig in die äußere Gestalt wächst, und dem, was sich seelisch in eine Leibesform abschließt. Das Geformte ist in Ideen fassbar, das formende Agens beleuchtet die anthroposophische Geistesforschung, die in Ideenform die Wesenswelt erschließt, und diese so dem Denken zugänglich wird. Die Wesenserkenntnis erst verleiht den an der Sinnesanschauung gebildeten Ideen, die selbst aber in der Wesenswelt wurzeln, moralische Kraft. Ergreifen sie den Willen, werden sie wesenseigen. Mit diesen, in das eigene Ich-Wesen aufgegangenen, Ideen findet man ein neues, ein freies Verhältnis zur Arbeit. Man lernt, aus dem eigenen Wesensgrund zu arbeiten, man findet in ihm Richtung und Ziel. Die moralische Quelle ist man selbst und bestimmt sich in Freiheit aus ihr. Diesem Urgrund des Ich entströmt erst die wahre Begeisterung. Sie entspringt der geistwirklich gewordenen Idee. Sie ist es, die der Arbeit vorauseilt, sie erwärmt und seelisch durchfreut. Die Arbeit, so schwer sie auch sei, so scheinbar niedrig und nichtig, sie adelt sich durch den Geist, der sie durchtränkt. Sie ist geisterfüllt von Anfang bis Ende und fügt dem Hoforganismus etwas hinzu, was diesen aus seiner bloßen Naturhaftigkeit heraushebt.






