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In dieser Doppelheit liegt die große pädagogische Bedeutung der Arbeit, die sich auf die Dinge und Wesen der Natur richtet. Sie erweist sich als segensvoll im schulischen Gartenbauunterricht, in der Praxis auf Schulbauernhöfen, in den Landbau- und Forstpraktika für Oberstufenschüler sowie in der betreuten Mitarbeit von Menschen mit Behinderung. Aus den vorgenannten Gründen suchen viele junge Menschen als «Stadtgeborene» eine biologischdynamische Berufsausbildung, die mehr und mehr als «Freie Ausbildung» in eigener Regie von den biologisch-dynamischen Arbeitsgemeinschaften betrieben wird. Darüber hinaus gewinnt die biologisch-dynamische Arbeit, vor allem auf größeren betriebsgemeinschaftlich geführten Betrieben oder dorfähnlichen Einrichtungen, zunehmend an Bedeutung, z.B. in der Erwachsenenbildung, beruflichen Neuorientierung, Selbstfindung etc. Worauf Goethe in «Wilhelm Meisters Wanderjahre» in dichterischer Vorausschau mit der Beschreibung der «Pädagogischen Provinz» hingewiesen hat,[1] und auf was Rudolf Steiner vor 100 Jahren hingedeutet hat, wenn er davon spricht, dass in Zukunft Kulturstätten auf dem Land entstünden,[2] das tritt heute da und dort in verschiedenartigsten Ansätzen zutage.

  1. Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre, Hamburger Ausgabe, Bd. 8, München 1972, «Zweites Buch».
  2. Adalbert Graf von Keyserlingk: Koberwitz 1924, Stuttgart 1974, S. 70.