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Der Boden
Die Wissenschaft der Bodenkunde grenzt in den gemäßigten Klimazonen den Boden auf die durchwurzelte Verwitterungsschicht ein, die dem Gestein des Untergrundes aufliegt. Diese Verwitterungsschicht ist in ihrer Mächtigkeit und Struktur Ausdruck einerseits der Art des geologischen Ausgangsmaterials und der terrestrischen Tiefenkräfte, andererseits der Art des atmosphärischen Wirkens und der kosmischen Kräfte der Höhen. Als modifizierendes Drittes kommt die Geomorphologie, die Landschaftsgestalt, hinzu (Tektonik, Wasser- und Winderosion). Durch das Zusammenspiel dieser Dreiheit der Kräfte und Stoffe entsteht in der Vertikalen ein variantenreiches, wiederum sich dreigliederndes Bodenprofil. Dessen oberste Zone, der A-Horizont, ist in hohem Maß von Substanzen und Kräften beeinflusst, die aus der Atmosphäre, dem «Bauch» der landwirtschaftlichen Individualität, hereinwirken. Hier in der obersten Schicht konzentriert sich das pflanzliche und tierische Bodenleben und, aus diesem hervorgegangen, der Humus als ein maßgeblicher Fruchtbarkeitsträger. Der Humus sorgt für die Dunkelfärbung dieses Horizonts und für eine porenreiche Krümelstruktur.






