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In der Bodenkunde wird aufgrund empirischer Studien des Profilaufbaus von einer Bodenentwicklung gesprochen, die sich seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 10000 bis 15000 Jahren vollzogen hat. Nach dem Erscheinungsbild verschiedener Bodenprofile und deren mannigfaltiger Differenzierung als Folge dieser Langzeitentwicklung werden eine Reihe charakteristischer Bodentypen unterschieden. Je nach Verwitterungsintensität, vertikalen Stoffverlagerungen und Horizontierungen handelt es sich einerseits um Bodentypen, die noch jugendliche Entwicklungsstufen aufweisen, wie die AC-Böden der «Rendzinen» auf kalkhaltigen Standorten in Hang- oder Trockenlagen. Polar dazu, ebenfalls mit AC-Profil, bilden sich die «Ranker» auf kieseligsauren Gesteinen in Erosionslagen. Von diesen jugendlichen Stadien ausgehend, lassen sich andererseits Bodentypen zunehmenden Alters verfolgen, wie beispielsweise auf kalkreichen Standorten die Alterungsreihe Rendzina –> Parabraunerde –> Pseudogley, oder auf saurem Quarz-Kiesel die Reihe der Ranker –> Braunerden –> Podsole.






