Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/799/de

Aus BiodynWiki

Die Bildung der Frostgare

Infolge der Anomalie des Wassers, beim Auskristallisieren sein Volumen zu vergrößern und dabei spezifisch leichter zu werden, führt es in den wassergesättigten Haarrissen, Spalten und Poren des Bodens zu einer Sprengwirkung. Diese ist besonders dann segensreich, wenn nach später Hackfruchternte im Herbst und vernässtem Boden der Pflug einen verschmierten, zur Kohärenz verpressten Pflugbalken hinterlässt. Dann ist «Meister Frost» gefragt, der den Boden wieder in einen krümelnden Zustand versetzt, wie es der Landwirt mit keinem Gerät vermöchte. Der Frost sprengt die kohärente Masse des Bodens in eine Vielzahl kleiner, kantiger poligonaler Krümel, die «Frostgare». Da sie auf rein physikalischem Weg entsteht, ist sie instabil und kann bei Starkregen leicht wieder verschlämmen. Ist dem Landwirt aber das Glück hold, und bleibt die Frostgare bis ins frühe Frühjahr erhalten, so stabilisiert sie sich auf biologischem Wege und sichert, noch bevor die Frühjahrssaat im Boden ist, wie man sagt, die halbe Ernte.