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Strukturbildend im Ton sind die Tonmineralien; sie kristallisieren hexagonal in hauchdünnen Blättchen mit einer Flächenausdehnung von kleiner als 0,002 mm. Sie spalten zu solcher submikroskopischen Dünnheit der Kristallflächen, dass man diese als die materialisierte Idee der «Ebene» ansprechen kann, die, nach den kristallbildenden Formkräften des Kosmos, stofflich das Kristallgitter flächenhaft ausbildet und sich in die Sechseckform abgrenzt. Die Tonmineralien verdanken die hohe Dynamik des Bindens und Lösens von Stoffen den aufweitbaren Zwischenschichten, vor allem aber eben dieser Doppelseitigkeit ihrer in Aneinanderreihung schier ins Grenzenlose sich ausdehnenden Oberflächen. Die Flächenausdehnung von 1g des quellbaren Montmorillonits beispielsweise beträgt 800 m².[1] In dem rhythmischen Hin-und Herschwingen zwischen kristalliner Form und der wässrig-substanziellen

  1. Willi Laatsch: Dynamik der Mitteleuropäischen Mineralböden, Dresden und Leipzig 1957, 280 S.