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Organen schon sichtbar im Embryo angelegt ist.[1] Im Embryo offenbart sich «das Kosmische [Urbild; Ergänzung des Verfassers], das als Form der Pflanze im Samen lebt».[2] Das Nährgewebe des Mehlkörpers, das weitgehend das Volumen des Samens ausfüllt, stammt von der Mutterpflanze und ist in Art und Menge so beschaffen, dass sich die Pflanze in Wiederholung des lebendig-wässrigen Mondzustandes nur bis zur Keimpflanze, nicht darüber hinaus zur hoch differenzierten, erdenhaften Getreidepflanze entwickeln kann. Dazu ist zweierlei erforderlich: Das Ergrünen des aufstrebenden Halms und der Blätter unter dem Licht der gegenwärtig einstrahlenden Sonne und das Zusammenwachsen der Wurzel mit der Erde. Wie allgemein bei den höheren Pflanzen, so auch bei den Getreiden, zeigt der Embryo im Längsschnitt eine dreigliedrige Gestalt in der Anlage vorgebildet, der Wurzelpol, der Sprosspol mit Vegetationspunkt und, die Mitte bildend, der Keimknoten, der in sich die Kraft zur Aufrichte birgt.

  1. Wilhelm Troll, Karl Höhn: Allgemeine Botanik, Stuttgart 1972, 994 S.
  2. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 10. Juni 1924, Dornach 1999, S. 53.