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Krustenbildung und Hautbearbeitung
Unter den exogenen Einflüssen des Stoffwechselpols über der Erde unterliegt die Dynamik der Bodenprozesse im Frühjahr starken Schwankungen, die den Landwirt zu genauer Beobachtung, prüfendem Denken und geistesgegenwärtigem Handeln aufrufen. Bezüglich der Bodenbearbeitung geht es jetzt darum, neben der rechtzeitigen Unterbindung des Unkrautaufwuchses, witterungsbedingte Einseitigkeiten zugunsten des Zusammenwachsens von Boden und Pflanze auszugleichen. Es geht um die Brechung der Kruste. Krustenbildung stellt sich nach jedem kräftigeren Regenfall ein; sie muss, bis zum Schossen des Getreides, immer wieder neu gebrochen werden. Diese für das Frühjahr eigentümliche ritzende «Hautbearbeitung» mit Egge, Striegel, Hacke muss möglichst schlagkräftig geschehen: Jede Krustenbildung verschließt den Boden, sie mindert oder verhindert gar die Bodenatmung, die Aufnahme von Sauerstoff – essentiell für das aeorobe, pflanzliche und tierische Bodenleben – sowie die Abgabe von Kohlensäure, die teils von den Pflanzenwurzeln ausgeschieden, teils aus dem mikrobiellen Humusabbau freigesetzt wird. Krustenbildung bedeutet Kohlensäurestau im Boden. Dieser wirkt als Gift hemmend auf das subtile Wechselgeschehen von Wurzelausscheidung und Mikrobentätigkeit und damit auf die Dynamik des Humusabbaus. Die Bodenhautbearbeitung bedeutet also einerseits, aktiv Bodenfruchtbarkeit abzubauen – gelegentlich kann beobachtet werden, wie ein mit Sommergetreide






