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Bei der Humusbildung aus der Vielfalt farbiger und geformter organischer Rückstände vollzieht sich ebenfalls eine Reifung zu einer Art organisch-mineralischen Frucht, dem genannten Ton-Humuskomplex. Diese «Frucht» ist durch und durch schwarz, ein Bild dessen, was in urpersischen Zeiten als «Finsternis» (der irdische Pol) dem «Licht» (der kosmische Pol) gegenübergestellt wurde. Im Humus ist das Allgemein-Pflanzliche, das ganz «Erde» geworden ist: Humus «ist das Endprodukt des Erdigen mit dem Erdigen».[1] Das «kosmische Gestein, das Kieselige nimmt das Licht in die Erde auf und bringt es im Irdischen zur Wirkung», der Humus nicht. Es ist ein «lichtloses Wirken», das er «erzeugt».[2] Dieser Hinweis deutet u.a. auf den im Dunkel des Bodens sich vollziehenden Humusab- und -aufbau durch das heterotrophe, bakteriell-pflanzliche Leben.

  1. Rudolf Steiner: Ebd., Notizen im Anhang, S. 274.
  2. Rudolf Steiner: Ebd., Vortrag vom 10. Juni 1924, S. 59.