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Das klassische Instrument der Tiefenbearbeitung ist der wendende Pflug (Abbildung 13, S. 222). Er ist im ökologischen Landbau in mehrfacher Hinsicht in Misskredit geraten, mit der Folge der Hinwendung mancherorts zur «pfluglosen Bodenbearbeitung». Man wirft der Pflugarbeit Fehlleistungen vor, die nicht in dieser selbst begründbar, sondern die Folge von Konstruktionen sind, die hauptsächlich auf arbeitswirtschaftliche und technische Effizienz ausgerichtet sind. Die heutigen Pflüge, in der Regel schwere, mehrscharige Volldrehpflüge, sind auf Pflugtiefen von 25 bis 35 cm und mehr sowie auf Schnittbreiten von 35 bis 45 cm ausgelegt. «Je nach Pflugkörperform und Pfluggeschwindigkeit wird der Boden zwischen 20 bis 70 cm weit nach vorwärts und 40 bis 70 cm nach der Seite transportiert.»[1]Dieser hohe Versatz erzwingt einen entsprechend höheren Energieaufwand. Es wird dabei sehr viel mehr unbelebter mineralischer Boden nach oben und humoser Oberboden nach unten gekehrt, und zwangsläufig muss die Furche der breiten Schlepperräder wegen breit ausgeräumt werden. Man sucht diesem Problem durch vielscharige über die Schlepperbreite hinausreichende Pflüge, zu begegnen, die es erlauben, außerhalb der Furche zu fahren, oder man ersetzt den Pflug durch den schweren Grubber, Scheibenpflug u.a.
- ↑ Walter Feuerlein: eräte zur Bodenbearbeitung, Stuttgart 1971, S. 40.






