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Die Samenveraschung wird während der Keimruhe vollzogen, in dem Zustand, in welchem das Kosmische «als Form der Pflanze im Samen lebt».[1]Wird der Same durch das Feuer geführt, wird er vollständig von den Flammen verzehrt; zurück bleibt der irdische Anteil, die Asche. Das Feuer als Element offenbart sich einerseits sinnlich in den Erscheinungen der Wärme und des Lichts. Die andere, die bewirkende Innenseite des Feuers, ist übersinnlich. Im menschlichen Erleben kann dieses Übersinnliche als Erscheinung auf seelischer Ebene erfahrbar werden, z.B. wenn ein geistiger Impuls die Seele zum Feuer der Begeisterung entflammt. Wo immer ein Feuer auftritt, verzehrt es das Physisch-Gewordene, es wird zur Asche. Von der Seite des Geistig-Wirksamen aus gesprochen zeugt die Asche von einem Läuterungsvorgang, von einem solchen, der dem Sein neue Werdeimpulse einpflanzt.

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 10. Juni 1924, Dornach 1999, S. 53.