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Die Frage besteht, ob Pflanzen überhaupt in demselben Sinne erkranken können wie Tier und Mensch. Die Richtung zu einer Antwort tut sich auf, wenn man das Gefüge der Wesensglieder in den Naturreichen und das des Menschen ins Auge fasst: Das Mineral ist eingliedrig, begabt mit einem physischen Leib; der Zweigliederung der Pflanze mit physischem und Ätherleib kommt beim Tier als drittes Glied der Astralleib und beim Menschen als viertes die Ich-Organisation hinzu. Krankheitsverursachend ist der Astralleib.[1]Ein solcher verleiblicht sich nicht in der Pflanze. Ihr Seelenleib verbleibt im Übersinnlichen; er strahlt seine Kräfte aus dem Umkreis herein in Zeit und Raum, berührt die Pflanzen nur von außen und schafft sich ein Abbild in ihrer Gestalt. In der Reinheit der ätherischen Organisation der Pflanze verbindet sie sich mit den Stoffen der Erde, belebt diese und komponiert sie zu ihrer physischen Organisation. In dieser Verbindung wird sie in ihren Formen zur sinnlich-sichtbaren
- ↑ Siehe z.B. Rudolf Steiner: Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heilkunst, GA 316, Dornach 2003, Vortrag vom 3. Januar 1924, S. 33 f.






