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Zentral in der Fruchtfolge stehen neben den Marktfrüchten die Futterpflanzen Klee (Trifolium) und Luzerne (Medicago) mit einem Zusatz einer Mischung von Futtergräsern und Kräutern. Klee und Luzerne beleben einerseits als Tiefwurzler auf direktem Weg durch Stickstoffbindung, Mineralaufschließung und Reichtum an Wurzelmasse das ganze Volumen des Bodenprofils – dies umso mehr bei mehrjährigem, wüchsigem Bestand –, andererseits zählen sie auf pflanzlicher Ebene indirekt zu den großen Förderern der Dauerfruchtbarkeit der Böden. Dies geschieht durch die Futtermassen, die, über die Wiederkäuerverdauung umgewandelt und veredelt, als Dünger auf das Land zurückkehren. Der Anbau von Futterleguminosen wird ergänzt durch Körnerleguminosen, u.a. Ackerbohne (Vicia faba), Lupine (Lupinus) und Erbse (Pisum sativum). Sie stehen in der Fruchtfolge entweder in Reinsaat oder in Mischkultur mit Hafer, vorzugsweise vor Hackfrucht. Die Priorität von Klee und Luzerne in der Fruchtfolge setzt dem Anbau von Körnerleguminosen Grenzen. Grund ist der Blattrandkäfer (Sithonia lineata), der die Futterleguminosen im frühen Jugendstadium erheblich zu schädigen vermag. Das Kernproblem des Rotklees – weniger des Luzerneanbaus – ist der Kleekrebs (Sclerotinia trifolium). Er ist eine typische Fruchtfolgekrankheit. Die schwarzen Sklerotien (Fruchtkörper des Pilzes) haften am Wurzelhals, zerstören die Leitgefäße, und die Kleepflanze welkt im anbrechenden Frühjahr von einem Tag auf den anderen dahin. Die Dauerformen des Pilzes können sich bis zu acht Jahren im Boden halten. Eine Wiederkehr des Rotklees und auch der Luzerne sollte daher frühestens alle fünf bis sechs Jahre erfolgen. Bei mindestens zweijährigem Anbau ist das Distelproblem für die Folgefrucht gelöst und auch der Bestand an Nematoden hat sich bedeutend verringert.






